Das KMI Projekt

KMI – Das Projekt für transformierte Arbeit in Westsachsen. Das Projekt forscht anwendungsorientiert an der Einführung menschgerechter Künstlicher Intelligenz und begleitet dabei zehn regionale Pilotunternehmen in diesem Prozess. Für die nachhaltige Arbeitswelt von morgen.

KI verändert die Arbeitswelt

Innovative technische Lösungen treiben den Wandel der Arbeitswelt voran. Die Entwicklungen rund um das Stichwort der Künstlichen Intelligenz (KI) spielen hierbei eine zentrale Rolle. Unternehmen müssen in die Lage versetzt werden, diesen Treiber bestmöglich zu nutzen. Hierfür wird eine umfassende Neugestaltung der Arbeit notwendig. Der Transformationsprozess umfasst dabei sowohl Prozesse als auch die Organisation und Organisationskultur, sowie die strategische Ausrichtung der Unternehmen.

Vielen Unternehmen fehlt es jedoch an Erfahrung und Expertise, um innovative KI-basierte Ansätze bei der Arbeitsgestaltung und in den Produktionsprozessen umzusetzen. Auch Unsicherheit hinsichtlich der Auswirkungen und Veränderungen der Geschäftsmodelle, der Arbeitsorganisation und -gestaltung sowie der notwendigen Ressourcen (sowie die Datenlage, Sicherheits- und Datenschutzbedenken) führen dazu, dass Potentiale nicht ausgeschöpft werden.

Unsere Ziele

Im vom Bundesministerium für ­Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Projekt KMI werden Unternehmen in ihrem technisch gestützten Transformations- und Modernisierungsprozess begleitet. Zudem soll mit der Etablierung des Kompetenzzentrums Künstlich Menschlich Intelligent eine neue Anlaufstelle für den Erhalt der Zukunftsfähigkeit der regionalen Wirtschaft etabliert werden.

Im Rahmen der Laufzeit werden die nachfolgend formulierten konkreten Projektziele verfolgt:

Zu diesem Zweck wird ein Konzept zur ganzheitlichen Unterstützung von Unternehmen für den technischen (z. B. Berücksichtigung der Data Governance), strukturellen (dem Empowerment der Mitarbeitenden) und prozessualen Wandel (Gewährleistung flexibler Arbeitskonzepte) entwickelt, auf dessen Basis KI-basierte Systeme für die Arbeitsgestaltung sowie Produktionsprozesse umgesetzt werden können. Zugleich werden konkrete Anwendungsszenarien für KI in den Partnerunternehmen entwickelt und umgesetzt.

Stärkung von KMU

Relevante Handlungsfelder

Anwendungsorientierte Forschung

Im Projekt KMI werden die soziotechnischen Herausforderungen, welche sich für die Organisation als Ganze, aber auch für die individuellen Beschäftigten ergeben, wenn Methoden der Künstlichen Intelligenz Einzug ins Unternehmen halten, untersucht. Im Fokus stehen dabei insbesondere Unternehmen des produzierenden Gewerbes (u. a. Maschinen- und Fahrzeugbau, Aus- und Zulieferer) der Region des mitteldeutschen Kohlereviers und Westsachsens.

Konkret werden im Projekt zehn Anwendungsfälle als Pilotvorhaben realisiert. Dabei wird untersucht, mit welchen arbeitsgestalterischen, organisatorischen und technischen Maßnahmen auf die KI-getriebene Veränderungen im Unternehmen zu reagieren ist, um neben der technischen Innovation stets auch den menschlichen Aspekt der Wertschöpfung im Blick zu behalten.

Analyse

Betrachtung von Unternehmensprozessen und Analyse auf den Ebenen Mensch‐ Technik‐Organisation.

Realisierung

Umsetzung von Anwendungsfällen und systematisierte Begleitung des Transformationsprozesse
Grafik von der Idee zur Robotik

Roadmap

Ansätze für methodische und technische Unterstützungsangebote. Referenzprozesse zur Umsetzung von KI in Unternehmen.
Jahre Projektlaufzeit
0
Partner
0
Pilotanwendungen
0

Mit KI die Zukunft gestalten

Die beteiligten Unternehmen des produzierenden Gewerbes aus den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugbau sowie weiteren Industriesektoren sind Vorreiter der partizipativen Gestaltung und des menschengerechten Einsatzes KI-basierter Systeme als Arbeitswerkzeug für die Arbeitswelt der Zukunft.

Innovation durch und mit KI

Organisation

Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung

Grafik Innovation durch und mit KI

Arbeitszeit

Arbeitsmittel

Arbeitsinhalt

Roadmap

1. Kick Off

In einem ersten Treffen lernt sich das jeweilige Projektteam zum Anwendungsfall kennen und entsprechende Ansprechpartner werden festgelegt. Ziel ist es, sich ein gemeinsames Verständnis über das weitere Vorgehen zu verschaffen. Weiterhin wird zusammen die aktuelle Situation analysiert und erste Ziele und Herausforderungen diskutiert.

2. Fallidentifikation

Nachdem man sich einen ersten Überblick über das Unternehmen und deren Ziele verschafft hat, können die Kernthemen für den Anwendungsfall festgelegt werden und gegebenfalls Folgethemen priorisiert werden.

3. Falldetaillierung

Mit der Falldetaillierung werden Kernthemen konkretisiert und notwendige Voraussetzungen/ Informationen über die Datenlage & Infrastruktur sowie einzubeziehende Mitarbeitende identifiziert.

4. Lösungsentwicklung

Per Workshop werden gemeinsam möglich Lösungsansätze entwickelt und die geeigneten Methoden eruiert. In dieser Phase werden die Prozesse beleuchtet und der Datenbestand analysiert und strategisch aufbereitet.

5. Realisierung und Design

In der Realisierungsphase wird das KI-Modell ausgewählt und mit den vorab aufbereiteten Daten trainiert. Des Weiteren wird das UX-Design mit Einbeziehung der betreffenden Mitarbeitenden entwickelt, um die bestmögliche Nutzenerfahrung zu gewährleisten.

6. Prototyp-Test

Nach der Entwicklung eines Prototypen können erste Tests stattfinden, um Funktion und Nutzen zu evaluieren und die Aufgabenkompatibilität zu validieren. Nach Einholung von Feedback einer vorab definierten Testgruppe können gegebenenfalls Anpassungen vorgenommen werden oder sogar eine neue Modellauswahl stattfinden.

7. Implementierung

Mit der Implementierung findet die Einführung der KI-Technologie in die Unternehmensprozesse statt. Hierbei wird darauf geachtet, dass dies im großen Maßstab und unter Einbeziehungen aller Mitarbeitenden passiert.

8. Evaluation

Abschließend findet hier eine Bewertung des KI-Modells aus Sicht des Nutzers statt. Dabei können Verbesserungspotenziale, sowohl für die Funktionsweise als auch UI durch Befragung und Beobachtung im Arbeitsalltag, abgeleitet werden.

Das Konsortium

Transfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft

Die Evaluation des gesamten Prozesses sichert dabei nicht nur die langfristige Verwertbarkeit der Ergebnisse für die Praxis, sondern liefert zudem umfangreiche Erkenntnisse über den Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis. Dieser Transfer soll mit der Etablierung des Kompetenzzentrums als zentrale Anlaufstelle in der Region auch langfristig fortgesetzt werden.